Von der Berghütte A. Sonino al Coldai zur Rifugio Venezia – Alba Maria De Luca al Pelmo
Die vierte Etappe kennzeichnet den Übergang vom Berggipfel Civetta bis zum Pelmo und verbindet zwei Dolomitensysteme des Weltnaturerbes UNESCO, d.h. das System Nr. 1 „Pelmo – Croda da Lago“ und das System Nr. 3 „Pale di San Martino, San Lucano, Dolomiti Bellunesi, Vette Feltrine“.
Von der Berghütte Coldai geht man in nordöstlicher Richtung über einen alten Militärpfad hinab (Weg 556) und erreicht die Weiden der Almhütte Malga Pióda (1.816 m) mit der von der Hochebenen Palafavera heraufführenden Schotterstraße (SP 251), die für den privaten Verkehr gesperrt ist. Von der Malga Pióda folgt man dem Weg 561 in Richtung Norden und überquert zuerst den Bergsattel Forcella d’Alleghe und dann den östlichen Bergkamm des Aussichtspunkts Col dei Baldi (Skigebiet) auf 1.885 m Höhe.
Das Wegnetz führt dann zwischen Wanderpisten und Wiesen hinab ins Tal bis zum Bach Rio Canédo, an der Berghütte Casèra Vescovà (1.734 m) und an einer Schotterstraße vorbei, die am linken Talhang entlang nach Osten führt, zuerst auf dem Wanderweg 568 verläuft und dann an einer Kehre auf 1.715 m Höhe in die Landstraße SP 251 mündet. Eine kurze Strecke auf asphaltierter Straße führt zum Gebirgspass Passo Staulanza (1.766 m, ca. 2 Stunden) hinauf.
Auf der Ostseite des Passes schlägt man den markierten, doch teilweise schlammigen Waldweg ein, der dann auf den von der Berghütte Rifugio Città di Fiume kommenden Weg 472 (Hochgebirgsroute Alta Via Nr. 1) trifft. Dieser Weg führt dann in südöstlicher Richtung durch den Wald weiter und mündet in eine weitläufige Freifläche unterhalb des Bergmassivs Pelmetto: Hier führt ein kleiner, ausgeschilderter Pfad auf der linken Seite zu dem berühmten Felsblock mit den Fußabdrücken der Dinosaurier, einem einzigartigen Zeugnis der geologischen Geschichte der Dolomiten. Zurück auf dem Hauptweg 472 geht es fast durchgehend in hoher Lage am Fuße des Pelmetto und des Pelmo entlang, bis zu einem kleinen Bach in der Ortschaft Le Mandre de So’ Pèlf (1.908 m), wo man auf den von Coi heraufführenden Weg 473 stößt. Auf dem bequemen Weg 472 gewinnt man etwas an Höhe und erreicht die wunderschöne, weitläufige und grasbewachsene Hochebene I Làch (1.982 m), die von der imposanten Südwand des Pelmo umschlossen ist.
In nördlicher Richtung führt der Weg am Fuße der Südostflanke des Pelmo mit seinem charakteristischen Felsvorsprung La Dambra entlang (wegen seiner Form erinnert er an ein traditionsreiches Schuhwerk aus dem Zoldo Tal) und erreicht das grüne Weidebecken Campi di Rutorto und dann in kurzer Zeit die Berghütte Venezia – Alba Maria De Luca (am Pelmo) (1.946 m, 5 Stunden), die in herrlicher Lage unter dem Osthang des Caregón del Padreterno (Spitzname des Pelmo) liegt.