Vom Passo Duràn (Landstraße SP 347) zur Berghütte A. Sonino al Coldai
Die dritte Etappe führt zu den Bergen Moiazza und Civetta, einer der technisch anspruchsvollsten und beeindruckendsten Strecken des Rundwanderwegs Anello Zoldano.
Vom Passo Duràn aus, schlägt man westlich der Straße in der Nähe der Berghütte San Sebastiano den Wanderweg 578 ein, der durch ein feuchtes Weideland führt und schließlich in den Wald einmündet. Nach einigen Steigungen und der Überquerung des Geröllkanals Livinàl del Bus kommt man zu einem kleinen steilen Bergsattel (el buràngol), hinter dem der Weg mäßiger nach Norden bis zur Ebene mit den Ruinen der Gebirgshütte Casèra Moiazza (1.754 m, ca. 2 Stunden) weiterführt. Hier trifft auch der markierte Wanderweg 559 aus Le Vare (Ortsteil Chiesa, Tal Val di Góima) ein.
Auf der Ebene der Hütte Casèra Moiazza hat man die Wahl zwischen der klassischen Wanderoute, die eher für Bergsteiger und erfahrene Wanderer vorbehalten ist, und einer technisch weniger anspruchsvollen, doch nicht kürzeren Route.
Klassische Route – für erfahrene Wanderer
Auf dem bequemen Weg 559 bergauf bis zum unteren Rand der hochgelegenen Gesteinsmulde Vant della Moiazza und zur Schutzhütte Bivacco Grisetti (2.050 m, 2,45 Stunden). Diese Strecke führt in nördlicher Richtung quer durch die große Kiesmulde des Vant auf dem Weg Sentiero Angelini weiter und erreicht den Ausläufer der Gesteinsformation Crépe di Moiazzetta, die über den auf beiden Seiten mit Drahtseil gesicherten Sattel Forcella Inferiore delle Crépe (2.300 m, 3,30 Stunden) überquert werden kann. Das ist die anspruchsvollste Strecke der dritten Etappe, die einen entschlossenen Auftritt und Sicherheit auf schwierigem Gelände erfordert. Der Anstieg zum Gebirgspass Forcella Inferiore fordert einige leichte Kletterstellen, und der Abstieg führt über einen abfallenden, vorsichtig zu bewältigenden Kieshang. Anschließend geht man über Schotterfelder bis zum Vant della Moiazzetta della Grava bergab und wieder hinauf zum kleinen Bergsattel Col del Vant (2.324 m).
Der von der Scharte Forcella delle Sasse herabkommende und über das Geröllfeld weiter führende Weg, der die Berge Moiazza und Civetta voneinander trennt, kreuzt dann den von der Forcella della Grava kommenden Weg 558 und verläuft am Fuße des Berges Piccola Civetta entlang. Etwas weiter, auf ca. 2.128 m Höhe, trifft man auf den Weg 557, der ebenfalls von der Forcella della Grava heraufführt; nach etwa 5,30 Stunden zweigt von dort der Weg links zur klassischen Route auf den Civetta ab. Weter geht es dann auf dem als Sentiero Tivan bekannten Weg 557, der östlich an der imposanten Wand des Civetta entlangführt und die Abzweigung zum Klettersteig Ferrata degli Alleghesi überquert.
Hier kommt man zu einer kurzen, mit Stufen und Drahtseil gesicherten ausgesetzten Stelle (diese ist über einen Umweg entlang des nördlichen Felssockels des Crodolón umgehbar; dabei verliert man zuerst etwa 80 m an Höhenunterschied, doch dann geht es aufs Neue bergauf, um wieder an den zuvor zurückgelegten Weg zu gelangen) und kurz darauf auf den Weg 560, der von der Forcella Coldai hinabführt und die Berghütte A. Sonino al Coldai (2.132 m, ca. 8 Stunden) erreicht.
Leichtere Variante
Um die Überquerung der Scharte Forcella Inferiore zu meiden, kann man sich von den Ruinen der Schutzhütte Casèra Moiazza (1.754 m, 2 Stunden) aus für den Umweg über den Weg 578 entscheiden, der südlich über einen steilen und felsigen, doch nicht schwierigen Wegabschnitt in Richtung des mittleren Tals Val della Grava hinabführt und die befahrbare Straße im Talgrund erreicht. Hier entlang des Weges 557 bis zur Schutzhütte Casèra della Grava (1.627 m) und dann wieder hinauf zur bekannten Weggabelung Forcella della Grava (1.784 m). Da biegt man links auf den Weg 557 ab, der zum Sentiero Tivan führt und kurz vor der Abzweigung zum klassischen Weg auf den Civetta wieder auf die klassische Route trifft.
Höhenunterschied und Gehzeiten ähneln der klassischen Wanderroute.